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Agenda
 

Was heißt eigentlich Agenda 21?

Agenda 21 bedeutet nicht die Agenda für das Jahr 2021, wie häufig fälschlicherweise zu hören ist, sondern die Agenda für das 21. Jahrhundert.

Soll heißen: Was ist zu tun in diesem Jahrhundert, um den derzeitigen und den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen und einen bewohnbaren Planeten zu hinterlassen?

Genauer:

"Agenda" heißt (lat.)  "was zu tun ist"  und  "21" steht für das 21. Jahrhundert.

 --->  Sie finden eine gute Zusammenfassung im Lexikon der Nachhaltigkeit


Agenda 21 - Was im 21. Jahrhundert zu tun ist

  • umfangreiches weltweites Aktionsprogramm für eine umweltverträgliche,
    --> nachhaltige Entwicklung
  • 1992 in Rio de Janeiro auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung (1. 'Erdgipfel') verabschiedet
  • von mehr als 170 Staaten  --> Präambel
  • in der Verantwortung für derzeitige und künftige Generationen
  • steckt grundsätzliche Ziele auf dem Weg zu nachhaltiger Entwicklung ab
  • formuliert konkrete Handlungsempfehlungen für globale, nationale und lokale Ebenen
  • geht zurück auf den sog. Brundtland-Bericht 'Our Common Future' der Tagung der UN Weltkommission für Umwelt und Entwicklung 1987 in Norwegen, in dem der Begriff der 'Nachhaltigen Entwicklung' erstmals definiert wurde


Agenda-Prozess

  • bezeichnet die konkrete Umsetzung des Agenda-21-Aktionsprogramms, bzw.
  • die konkreten Schritte - lokal, regional, national und international - auf dem Weg zu nachhaltiger Entwicklung
  • angestoßen durch die Europäischen Konferenz zukunftsbeständiger Städte und Gemeinden  1994
  • formuliert in der Aalborg-Charta 1994 und dem Lissabonner Aktionsplan 1996
  • mit Fördermitteln ausgestattet für z.B.
    • Bildungsarbeit zum Thema Nachhaltigkeit
    • Öffentlichkeitsarbeit zur Akzeptanzförderung von Nachhaltigkeitszielen
    • Umsetzung konkreter Nachhaltigkeits-Projekte vor Ort
    • Einrichtung von Geschäftsstellen zur Koordination von Lokale-Agenda-Aktivitäten


Rio +20

  • ist der Name des 'Erdgipfels' vom Juni 2012: nach 20 Jahren wieder in Rio de Janeiro 
  • dritte Nachfolgekonferenz seit 1992 (nach New York 1997, Johannesburg 2002)
  • auf der das Abschlussdokument 'The Future We Want' verabschiedet wurde
  • das mehr kritische als positive Stimmen bekam (hier ein Kommentar des Rates für Nachhaltige Entwicklung)


Rio 20+

  • bezeichnet die augenblickliche Phase nach der Rio-Konferenz 2012, nachdem große global-politische Lösungen ein weiteres Mal gescheitert sind
  • meint auch die Aufbruchstimmung vor Ort, wo BürgerInnen sich auf lokaler Ebene für einen Wandel zu nachhaltigem Leben und Wirtschaften einsetzen
  • z.B. in Lokale-Agenda-Gruppen :-) 
    getreu dem Leitsatz: "Wer nicht kämpft, der hat schon verloren." (Hubert Weiger, BUND)